Lokalhelden

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Gründerwerkstatt für den Ländlichen Raum

Ländliche Räume brauchen unternehmerische Menschen. Dies gilt in besonderer Weise für ländliche Räume Ostdeutschlands, die von Abwanderung, Überalterung und Rückbau von Infrastruktur geprägt sind. Die im Grundgesetz garantierte „Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse“ ist zumindest bedroht.

Ziel des Projektes ist die ökonomisch nachhaltige Förderung junger Menschen in peripheren ländlichen Räumen Ostdeutschlands.  Durch Ausbildung, Beratung, Coaching und begleitendes Mentoring bei der Realisierung im Projekt ausgearbeiteter Geschäftsmodelle werden junge Erwachsene am Übergang ins Berufsleben, die aufgrund regionaler Benachteiligung keinen oder nur sehr erschwerten Zugang zu Marktwirtschaft haben, durch Stipendien für eine Art „zweiten Bildungsweg“ (zwei Jahre Ausbildung, ein Jahr Gründungsbegleitung) dabei unterstützt, eine neue, vom traditionellen Sozialtypus des Selbstständigen und des herkömmlichen Landwirts abweichende Arbeits- und Lebensform in ländlichen Räumen aufzubauen: die des Regiopreneurs. Regiopreneure sind sozial verantwortliche Unternehmer/innen oder gewerblich verfasste Sozialunternehmer/innen, die unternehmerisches Handeln und regionale Wertschöpfung mit Engagement für ökologische Nachhaltigkeit und sozialem Regionalmanagement verbinden. Sie sichern ihre eigene (und familiäre) wirtschaftliche Teilhabe, initiieren Beschäftigung, sind regionale change agents und Vorbilder für Innovation, Partizipation und – je nach Tätigkeitsprofil – für Naturschutz, ökologisches Agro-Management, neue regionale Produkte/Wertschöpfungsketten oder nachhaltigen ländlichen Tourismus.

Der Unternehmenserfolg wird nicht nur am ökonomischen Ergebnis gemessen, sondern auch an der ökologischen/gesellschaftlichen Wirkung der Aktivitäten. Gewinnerzielung ist wichtig, um wirtschaftliche Teilhabe, aber auch, um Nachhaltigkeit und Akzeptanz des Unternehmens zu sichern.

Durch Bildungsangebote, den Aufbau einer Community und eines Kooperations- und Unterstützungs-Netzwerkes werden für weitere, an der Sicherung der sozialen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Teilhabe interessierte junge Erwachsene, aber auch für beruflich interessierte, fachlich-wissenschaftliche und zivilgesellschaftliche Akteur/innen aus ländlichen Räumen, (Wissens- und Kompetenzerwerb, der Aufbau von Nebenerwerbsmodellen und die Schaffung kreativer Entwicklungs-, Begegnungs- Erfahrungs- und Aktionsräumen) ermöglicht. Die Bildungs- und Projektaktivitäten werden in Zusammenarbeit mit Dozent/innen von Hochschulen und strategischen Partnern durchgeführt.

Das Projekt wird von der schweizerischen DROSOS Stiftung finanziert (www.drosos.org) und läuft bis  Mai 2020.

 

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