Seit Beginn des Projekts STAFF*Lausitz begleiten uns engagierte Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Netzwerken. Sie bringen Erfahrungen aus der Praxis ein, geben Impulse und helfen uns, Themen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. Drei von ihnen sind Mitglieder des Fachkräftenetzwerks Oberlausitz (FNO): Sarah Kelschebach, Jens Gerlinghoff und Jens Steinhorst. Im Gespräch wird schnell deutlich, wie eng ihre Arbeit mit den zentralen Herausforderungen der Region verbunden ist und wie wichtig Kooperation über Ländergrenzen hinweg bleibt.
Die Arbeit des FNO lebt vom Austausch. Genau an dieser Schnittstelle ist Sarah Kelschebach tätig. Sie versteht sich als Brückenbauerin zwischen Wissenschaft und Wirtschaft:
„Ich bin mit dem Ziel unterwegs, beide Seiten stärker miteinander ins Gespräch zu bringen“, erklärt sie. Veranstaltungen, Vernetzungsformate und das Thema Lernkultur in Unternehmen bilden dabei den Schwerpunkt ihrer Arbeit.
Geschäftsführer Jens Gerlinghoff beschreibt das Selbstverständnis des Netzwerks ganz pragmatisch:
„Seit 2007 beschäftigen wir uns damit, was Unternehmen in der Region brauchen. Wir wollen Projektideen gemeinsam mit ihnen entwickeln und dafür sorgen, dass gute Ansätze verstetigt werden.“ Für ihn steht immer der konkrete Nutzen im Vordergrund. „Unser Antrieb ist, dass hier in der Region Leben herrscht und Unternehmen voneinander profitieren.“ Projekte seien dann erfolgreich, wenn sie nicht abstrakt bleiben, sondern Unternehmen wirklich weiterhelfen.
Auch Jens Steinhorst ist tief in der praktischen Personal- und Organisationsentwicklung verwurzelt. Als Projektmanager und Coach begleitet er Unternehmen bei Themen wie Führungskräfteentwicklung, Leitbildarbeit oder Kommunikation. Besonders bekannt ist der von ihm organisierte Lean-Stammtisch Oberlausitz. Ein Format, welches den Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmen ganz konkret macht:
„Wir gehen zweimal im Jahr in ein Unternehmen, analysieren gemeinsam Prozesse und entwickeln konkrete Handlungsempfehlungen. Und ganz nebenbei vernetzen sich die Unternehmen, das wirkt nachhaltig.“
Der Strukturwandel bringt Bewegung in die Lausitz. Neue Unternehmen siedeln sich an, bestehende wachsen. Gleichzeitig ist der Fachkräftemangel deutlich spürbar. Für Jens Steinhorst ist das die zentrale Herausforderung der kommenden Jahre:
„Wir haben trotz Strukturwandel einen Zuwachs an Unternehmen. Neue Arbeitsplätze entstehen, es fehlt aber an qualifizierten Menschen, um sie zu besetzen.“
Hinzu kommen praktische Hürden. Der öffentliche Nahverkehr sei vielerorts unzureichend ausgebaut, bezahlbarer Wohnraum knapp. „Ohne Auto sind viele Orte kaum erreichbar. Und auch Wohnungen sind im ländlichen Raum Mangelware.“ Eine weitere wichtige Perspektive bringt Sarah Kelschebach ein: die der jungen Generation. Sie selbst ist zum Studium in die Region gekommen und bewusst geblieben. Aus Gesprächen mit Gleichaltrigen weiß sie jedoch:
„Viele junge Menschen würden gern hierbleiben. Es fehlen aber oft attraktive Einstiegsmöglichkeiten nach dem Studium.“
Mehr Offenheit für Berufsanfängerinnen und -anfänger, Traineeprogramme und gezielte Einstiegsangebote könnten hier viel bewirken. Unternehmen müssten mutiger werden, Potenziale zu sehen, statt nur Berufserfahrung einzufordern.

Themen wie Gleichstellung, Diversität und faire Arbeitsbedingungen spielen im Projekt STAFF*Lausitz eine zentrale Rolle. In den Unternehmen sind sie jedoch noch nicht überall fest verankert. Für Jens Gerlinghoff ist klar: Ein Umdenken findet statt, aber eben langsam.
„Die Unternehmen wissen, dass sie sich verändern müssen, um attraktiv zu bleiben. Aber oft fehlt das Wissen, wie sie es konkret angehen sollen.“
Neue Arbeitsmodelle oder flexible Strukturen würden teilweise als ungerecht gegenüber langjährigen Mitarbeitenden empfunden. „Da braucht es Zeit und vor allem gute Führung.“ Letztlich gehe es um Unternehmenskultur: „Wenn diese Themen nicht aktiv bearbeitet werden, bleibt Gleichstellung ein Randthema.“
Die Mitarbeit im STAFF*Lausitz -Expertenbeirat wird von allen dreien als großer Gewinn erlebt. Für Sarah Kelschebach war es besonders wichtig, eine junge Perspektive einzubringen:
„Mir war wichtig, dass nicht nur über junge Menschen gesprochen wird, sondern mit ihnen. Genau dafür ist der Beirat ein gutes Format.“
Auch Jens Steinhorst schätzt den offenen Austausch sehr. Seit Jahren arbeitet das FNO eng mit Wertewandel e.V. zusammen:
„Im Beirat lernen wir, wie ihr an Themen herangeht, und können vieles für unsere eigene Arbeit mitnehmen.“ Besonders positiv erlebt er die Zusammenarbeit auf Brandenburger Seite: „Bei euch sitzen Leute am Tisch, die wirklich etwas bewegen wollen. Das ist zielorientiert, nah an den Unternehmen und vor allem sehr kooperativ.“
Die Impulse aus STAFF*Lausitz wirken weit über einzelne Veranstaltungen hinaus. Der regelmäßige Austausch darüber, wie Unternehmen Mitarbeitende mitnehmen und Veränderungsprozesse gestalten können, sei immer wieder inspirierend, betont Jens Steinhorst.
Auch Sarah Kelschebach erlebt den Mehrwert vor allem in der Vernetzung:
„Man merkt schnell, dass es viele thematische Überschneidungen gibt, und daraus entstehen neue Kontakte und Kooperationen.“ Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr ein Praxisbeispiel aus dem Projekt: das Experiment eines Architekturbüros mit der 4-Tage-Woche. „Solche Beispiele geben echte Impulse. Sie zeigen, was funktionieren kann und wo individuelle Lösungen gefragt sind.“
Für die Zukunft verbindet alle drei ein klarer Wunsch: mehr länderübergreifende Kooperation zwischen Brandenburg und Sachsen. „Wir liegen in einer Grenzregion. Eigentlich müssten wir viel mehr gemeinsam denken und handeln“, sagt Jens Steinhorst. Im Alltag geschehe das zwar bereits, „aber es könnte noch sichtbarer und strukturierter werden.“ Auch Jens Gerlinghoff sieht hier großes Potenzial:
„Formate wie unsere Lean-Stammtische funktionieren hervorragend. So etwas könnte man auch gemeinsam mit anderen Themen weiterentwickeln.“
Am Ende sind sich alle einig: Fachkräftesicherung gelingt nur, wenn Unternehmen bereit sind, sich weiterzuentwickeln. Für Jens Gerlinghoff steht dabei die Lernbereitschaft im Mittelpunkt:
„Unternehmen müssen lernen, Wissen von außen aufzunehmen und Menschen im Wandel mitzunehmen. Hilfe zur Selbsthilfe ist entscheidend.“
Jens Steinhorst bringt seine Erfahrung in einem einfachen, aber kraftvollen Satz auf den Punkt:
„Kümmert euch zuerst um die Menschen, dann um die Dinge.“
Und Sarah Kelschebach ergänzt einen wichtigen Gedanken:
„Unternehmen sollten sich noch stärker miteinander austauschen. Praxisberichte wirken oft motivierender als jeder wissenschaftliche Input.“
Das Gespräch macht deutlich: Fachkräftesicherung ist kein Einzelkampf. Sie lebt von Offenheit, Vernetzung und dem Mut, neue Wege auszuprobieren.
Wir danken Sarah Kelschebach, Jens Gerlinghoff und Jens Steinhorst herzlich für ihre Zeit, ihre Expertise und die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Mit Partnerinnen und Partnern wie ihnen wird die Transformation in der Lausitz zur echten Zukunftschance.
Über das Projekt STAFF*Lausitz
STAFF*Lausitz Steigerung der Arbeitgeberattraktivität – Gleichstellung als ein Erfolgsfaktor der Unternehmensstrategie zeigt: Gleichstellung ist kein Nice-to-Have, sondern ein echter Erfolgsfaktor für die Unternehmensstrategie. In Zeiten von Strukturwandel, Fachkräftemangel und Digitalisierung unterstützt das Projekt kleine und mittlere Unternehmen in der Lausitz dabei, ihre Personal- und Organisationsentwicklung diskriminierungsarm, zukunftsorientiert und gleichstellungsbewusst zu gestalten. Im Zentrum stehen Inhouse-Schulungen, Weiterbildungen, Netzwerke und individuelle Begleitung mit bspw. dem Ziel, Frauen zu fördern und Unternehmenskulturen zu schaffen, die für alle Lebensmodelle und Mitarbeitenden attraktiv sind. Des Weiteren werden Themen aus den Bereichen Future Skills, New Work und Digitale Kompetenzen behandelt.
Geht es weiter? Ja! Unser Nachfolgeprojekt BOOST(H)ER baut auf den Erfahrungen von STAFF*Lausitz auf und setzt neue Impulse. So setzt sich der Verein Wertewandel weiter für mehr Gleichstellung, starke Teams und mehr Arbeitgeberattraktivität ein.
Sie möchten dabei sein? Dann melden Sie sich bei uns. Mail:
Wir freuen uns auf interessierte Unternehmen, neue Netzwerkpartner*innen und engagierte Führungskräfte.
Seit über 35 Jahren ist die Lucas Group in Königsbrück ein zuverlässiger Partner für Industrie- und öffentliche Auftraggeber. Leistungen werden in den Bereichen Metall- und Stahlbau, Maschinen- und Anlagenbau, Fertigung von Hochwasserschutzelementen sowie in der Wartung und Instandhaltung von Türen, Toren und Fenstern erbracht. Mit 38 Mitarbeitenden und einer familiären Unternehmensstruktur ist das Unternehmen tief in der Region verwurzelt. Um auch in Zukunft als attraktiver Arbeitgeber zu bestehen, nimmt die Lucas Group an unserem Projekt STAFF*Lausitz teil.
Wir haben mit der Geschäftsführerin Stephanie Lucas über die Erfahrungen gesprochen und darüber, was sich seitdem im Unternehmen verändert hat.
Auf STAFF*Lausitz wurde das Unternehmen durch eine persönliche Empfehlung aufmerksam: Die Personalverantwortliche eines befreundeten Unternehmens berichtete von positiven Erfahrungen mit den Projekten vom Verein Wertewandel. Schnell war klar: Auch die Lucas Group möchte die Chance nutzen, um die eigenen Strukturen weiterzuentwickeln.
„Wir spüren wie viele andere den demografischen Wandel und den Fachkräftemangel im Handwerk. Es reicht nicht mehr, nur gute Arbeit zu leisten. Wir müssen uns auch als Arbeitgeber gut aufstellen, sichtbar bleiben und gleichzeitig intern an unseren Prozessen arbeiten“, so Stephanie Lucas.

Im Rahmen des Projekts nutzte das Unternehmen verschiedene Angebote. Unter anderem Weiterbildungen für Führungskräfte oder Schulungen zum agilen Projektmanagement aber auch das Angebot der individuellen Inhouse-Schulungen. Hier wurden Mitarbeitende aus verschiedenen Abteilungen und die Führungskräfte an zwei Tagen unter anderem zum Thema Unternehmenskommunikation geschult. Mit viel Offenheit, praxisnah und vielen Aha-Momenten. Dabei entstand ein erster Entwurf für ein gemeinsames Leitbild, das inzwischen ausformuliert ist und im September auf der Betriebsversammlung vorgestellt wird. Stephanie Lucas: „Das war ein richtiger Meilenstein für uns. Es kamen Themen auf den Tisch, über die man im Alltag selten spricht. Zum Beispiel IT-Prozesse oder der Wunsch nach mehr regelmäßigen Besprechungen. Und: Alle haben sich eingebracht. Das hat mich stolz gemacht!“.
Ein weiterer konkreter Impuls: die Wiedereinführung agiler Methoden zur Projektverwaltung. Diese werden nun teamübergreifend in allen Büroabteilungen genutzt. Auch die Stellenanzeigen wurden überarbeitet, mit Erfolg: Die Zahl der Bewerbungen ist gestiegen.
Die Rückmeldungen aus dem Team? Durchweg positiv. Anfangs teilweise noch skeptisch, zeigten sich viele Mitarbeitende offen für die neuen Impulse. „Nach einer halben Stunde waren alle dabei, haben mitdiskutiert, Ideen eingebracht. Für mich war das ein bewegender Moment. Einfach zu sehen, wie groß das Engagement ist.“
Auch persönlich hat Stephanie viel aus dem Projekt STAFF*Lausitz und den darin angebotenen Workshops mitgenommen: „Es war gut, Themen aus dem Studium nochmal aufzufrischen, aber auch ermutigend zu erleben, dass andere Unternehmen ähnliche Herausforderungen haben. Der Austausch war enorm hilfreich.“
Für die Zukunft hat die Lucas Group ein klares Ziel: Als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen werden. Mit einer wertschätzenden Kultur, einem starken Teamgeist und Freude an der Arbeit. Oder, wie Stephanie es formuliert:
„Wir wollen ein Unternehmen sein, zu dem man gern geht. In unserer Region sollen die Leute sagen: Zu Lucas muss man gehen!“
Zum Schluss noch ein großes Danke an das komplette Projektteam von „STAFF*Lausitz“. Insbesondere die individuellen Lösungen für unser Unternehmen haben uns noch weiter nach vorn gebracht.
Über das Projekt STAFF*Lausitz
STAFF*Lausitz Steigerung der Arbeitgeberattraktivität – Gleichstellung als ein Erfolgsfaktor der Unternehmensstrategie zeigt: Gleichstellung ist kein Nice-to-Have, sondern ein echter Erfolgsfaktor für die Unternehmensstrategie. In Zeiten von Strukturwandel, Fachkräftemangel und Digitalisierung unterstützt das Projekt kleine und mittlere Unternehmen in der Lausitz dabei, ihre Personal- und Organisationsentwicklung diskriminierungsarm, zukunftsorientiert und gleichstellungsbewusst zu gestalten. Im Zentrum stehen Inhouse-Schulungen, Weiterbildungen, Netzwerke und individuelle Begleitung mit bspw. dem Ziel, Frauen zu fördern und Unternehmenskulturen zu schaffen, die für alle Lebensmodelle und Mitarbeitenden attraktiv sind. Des Weiteren werden Themen aus den Bereichen Future Skills, New Work und Digitale Kompetenzen behandelt.
Geht es weiter? Ja! Ein Nachfolgeprojekt ist bereits in Planung, das auf den Erfahrungen von STAFF*Lausitz aufbaut und neue Impulse setzt. So setzt sich der Verein Wertewandel weiter für mehr Gleichstellung, starke Teams und mehr Arbeitgeberattraktivität ein.
Sie möchten dabei sein? Dann melden Sie sich bei uns. Mail:
Wir freuen uns auf interessierte Unternehmen, neue Netzwerkpartner*innen und engagierte Führungskräfte.
Am 27. September 2025 endete in der Brikettfabrik Louise die fünfteilige Workshopreihe „Geschichte(n) der Braunkohleregion bewahren“. Unter dem Motto „Erinnerung Vernetzen – Gemeinsam Geschichte bewahren“ kamen Vereine, Museen, Kulturinstitutionen, ehrenamtlich Engagierte und Interessierte zusammen. Ziel war es, die vielfältigen Ansätze der Erinnerungskultur in der Lausitz zu bündeln und gemeinsam Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln.
Projektleiterin Kira Sawicka eröffnete die Veranstaltung und führte durch den Tag. Im Austausch stellten die Teilnehmenden ihre Arbeit, Vereine und aktuellen Projekte vor. Gemeinsam wurde auf die vergangenen Monate zurück geschaut. Von Fragen nach den heutigen Erinnerungsträgern über praktische Tipps zur Archivierung und Fördermittelakquise bis hin zu Ideen zur Weitergabe von Traditionen. Das gelieferte wertvolle Wissen, wird nun in einem Handout mit allen Ergebnissen gebündelt (Veröffentlichung im Oktober).
Besondere Akzente setzten die Fachbeiträge:
Zum Abschluss wurden konkrete Projektideen gesammelt. Die Bandbreite reicht von Zeitzeugeninterviews, digital aufbereiteten Anekdoten und einer Wanderausstellung über ein Basisnetzwerk Industriekultur bis hin zu neuen Formaten wie einem „Tag der offenen Industriekultur“ oder Bustouren durch die Lausitz. Deutlich wurde: Erinnerung lebt von Zusammenarbeit, Austausch und Sichtbarkeit, offline wie online.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmenden für ihr Engagement, ihre Geschichten und ihre Ideen. Sie haben gezeigt, dass Erinnerungskultur in der Lausitz nicht nur Vergangenheit bewahrt, sondern Zukunft gestaltet.






















Die Arbeit wird nicht enden: Mit Menschen machen Kultur übernimmt die Bürgerregion Lausitz die Weiterführung und Weiterentwicklung der begonnenen Impulse. So bleibt die Vision lebendig, Geschichte(n) zu bewahren. Für die Menschen von heute und kommende Generationen.
Das Projekt wurde finanziert durch den Teilhabefonds Brandenburg der Wirtschaftsregion Lausitz.
Das Projektteam:
Kira Sawicka · Marie-Luise Pöthe · Isabel Kozma
Abschlussveranstaltung unseres Projekts: „Geschichte(n) der Braunkohleregion bewahren.“
Wann: 27. September 2025 I 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Von Einzelkämpfern zum starken Netzwerk. Wie kann aus einzelnen Erinnerungsträgerinnen und Erinnerungsträgern ein gemeinsam getragenes Netzwerk der regionalen Erinnerungskultur werden?
Unserer Abschluss-Workshop steht im Zeichen von Vernetzung und Zusammenarbeit. Die Erinnerungsträger leisten einen sehr wichtigen Beitrag zur Bewahrung der Kulturgeschichte und Industriekultur der Lausitz. Sie stecken viel Engagement und Herzblut in ihre Arbeit, die unbezahlbar und kaum ersetzbar ist. Ein starkes Netzwerk kann dazu beitragen, diese Arbeit als einen Baustein der regionalen Erinnerungskultur sichtbar zu machen. Es kann die Teilnehmenden stärken und ihre Erinnerungsarbeit damit für die Zukunft sichern.
Bei dem Abschlussworkshop beschäftigen wir uns mit der Frage, wie ein regionales Netzwerk der Erinnerungsträger aussehen kann. Wie muss es aufgebaut sein und welche Aufgaben erfüllen, damit es seinen Nutzen in der Region entfalten kann. Wie kann das Netzwerk gleichzeitig nachhaltig, sichtbar und wirkungsvoll entwickelt werden? Welche Formalisierung ist dabei nötig und wie kann im Netzwerk auch die Eigenständigkeit jedes einzelnen angemessen zur Wirkung kommen?
Um uns diesen Fragen zu nähern haben wir Lars Fischer vom Oderbruch Museum Altranft eingeladen, uns ihr inspirierendes Beispiel vorzustellen. Das Oderbruch Museum hat bereits seit vielen Jahren gemeinsam mit den kleineren regionalen Kulturorten ein lebendiges Netzwerk der Geschichte des Oderbruchs aufgebaut. Wir erfahren, wie das Museumsteam dabei vorgegangen ist und welchen Nutzen das Netzwerk für die einzelnen Heimatorte hat.
In einem weiteren Teil betrachten wir gemeinsam die aktuellen Entwicklungen in der Lausitz. Welche Rolle übernehmen die Museen in der Region jetzt schon? Welche neuen Entwicklungen sind aktuell vorherzusehen? Und wie können wir gemeinsam mit den Lausitzer Museen, den regionalen Institutionen und den kleineren Vereinen und Erinnerungsträgern ein zukunftsfähiges Netzwerk aufbauen? Dann die Wahrung des Kulturerbes der Lausitz ist eine Gemeinschaftsaufgabe!
Im Workshop stehen der gemeinsame Austausch und die Suche nach konkreten Anknüpfungspunkten für die Zukunft im Mittelpunkt.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und auf einen inspirierenden Austausch! Bitte melden Sie sich an zum Workshop per E-Mail: oder Telefon: 0174/ 90 41 566 bis zum 25. September 2025.
Im Alltag zählt nicht, wie leuchtend die Zukunft klingt, sondern wie gut sie alle erreicht. Genau deshalb zeigt unser Projekt Pflege vor Ort in Lauchhammer, wie wir Zukunft lebendig machen. Dabei arbeiten wir inklusive, nahbar und für jede Generation spürbar.
Egal ob Fragen zum Smartphone, zur Smartwatch oder zu anderen digitalen Geräten, wir haben es uns zur Aufgabe gemacht zu erklären, gemeinsam auszuprobieren und gemeinsam zu lernen. Der Fortschritt hält eben erst dann, wenn alle es verstanden haben.
Dank Förderung des Projekts „KI für ein gutes Altern“ der BAGSO und der Geling-Förderlinie können wir hier in Lauchhammer lokal weiterdenken. Smart zu sein heißt nichts anderes, als niemanden zurückzulassen und unsere Senior*innen verdienen diesen Zugang genauso wie jeder andere.
Unser Team greift das Thema auf: beim Pflegestammtisch, beim Quartiersrundgang mit real gelebtem Austausch, im Zuhause vieler.
Wir sind da, weil Technik Entlastung bringen kann. Etwa Sprachassistenten, smarte Helfer im Haushalt oder Apps, die Alltagsschritte leichter machen. Aber nur, wenn wir gemeinsam dranbleiben: gar nicht futuristisch, eher praktisch verbunden.
Wir machen keine Technik-Show, sondern einen Raum, in dem alle mitmachen. Und am Ende steht: Technologien, die echt was bringen, funktionieren nur, wenn wir sie teilen. Und das tun wir in Lauchhammer.

Mehr Informationen zu unserem Projekt
Engagierte Menschen machen unsere Gesellschaft lebendig: Sie fördert das Gemeinwohl, stärken das Miteinander und bereichern unser Zusammenleben. Wer sich engagiert, gestaltet aktiv die Zukunft und schafft Gemeinschaft. Beim Fest für Engagement und Beteiligung wollen wir dieses Engagement würdigen und feiern.
Am Samstag, den 08.11.2025 laden wir euch herzlich ein zum
Fest für Engagement und Beteiligung
im Projektraum Drahnsdorf I Dorfstraße 17 I 15938 Drahnsdorf
von 11:00 bis 16:30 Uhr (Ankommen ab 10:30 Uhr)
Thema 2025: Räume für Beteiligung
Engagement braucht Raum. Nicht nur im übertragenen Sinne – sondern ganz konkret: Orte, an denen Menschen zusammenkommen, gemeinsam etwas aufbauen, sich ausprobieren, miteinander diskutieren, gestalten oder einfach Zeit verbringen können. Doch wie sehen solche Räume aus? Was brauchen sie, um Beteiligung zu ermöglichen? Und wie können wir sie gemeinsam schaffen, besonders im ländlichen Raum?
Im Mittelpunkt des diesjährigen Festes stehen Räume, an denen Beteiligung möglich wird: beispielsweise Treffpunkte, offene Räume, kreative Zwischennutzungen, digitale Plattformen, usw… . Wir möchten gemeinsam mit euch erkunden:

Wir wollen mit dem Fest den Wert von Beteiligung sichtbar machen – und zeigen, wie Engagement nicht nur möglich, sondern wirksam und erfüllend sein kann.
Zielgruppe:
Das Fest richtet sich an engagierte Menschen aus der Region und darüber hinaus: an zivilgesellschaftliche Organisationen, Vereine, Kommunalpolitiker:innen, Initiativen, Netzwerkpartner:innen und Interessierte, die Lust haben, ihre Region mitzugestalten.
Ab 10:30 Uhr ist eine erste Führung durch den Projektraum Drahnsdorf möglich. Bitte bei der Anmeldung mit angeben, ob ihr teilnehmen möchtet. Barrierefreiheit können wir an diesem Tag leider nicht bieten, Gemütlichkeit aber schon. Also denkt im November lieber an einen Pulli – sicher ist sicher.
Wir freuen uns auf einen Tag voller Impulse, Begegnungen, Bewegung und gemeinsamer Ideen für Räume, die verbinden, stärken und bewegen. Die Veranstaltung wird im Rahmen der Bürgerregion Lausitz durchgeführt.
Euer Organisationsteam
Kira Sawicka & Caro Kahn