19. Mai 2022 | Aktuelles | Allgemein | Lausch | Veranstaltungen

BNE – Dialogische Angebotsentwicklung

Erfahrungsaustausch, theoretische Fundierung und praktische Umsetzung von
dialogischer Angebotsentwicklung und künstlerischer Intervention.

Die Methode der dialogischen Angebotsentwicklung versucht gezielt, neue
Adressatengruppen für die Bildung für nachhaltige Entwicklung zu gewinnen und in
dialogischen Verfahren gemeinsam die eigenen Handlungsoptionen mittels Bildung zu
erweitern. Die zentrale Herausforderung dabei ist es, die Menschen in ihrer Lebenswelt zu
erreichen, in einen Dialog zu kommen, um gemeinsam Lernanlässe zu klären und darauf
basierend Bildungsformate zu entwickeln. Hierzu gibt es vielfältige Ansätze, z.B. der Einsatz
künstlerischer Interventionen, die wir gerne mit euch besprechen, analysieren und
weiterentwickeln wollen.

Einladung zur Workshopreihe

31.05.2022 9:30 – 16 Uhr
Kaiserliche Postagentur Raddusch / Spreewald
Thema: Bildungsorganisation in der Tranformationsgesellschaft
– Reflexion und der Blick auf die eigene Organisation

Anfang Juli – 3 Termine zur Abstimmung in der Gruppe
Thema: Gestaltung von Kontaktprozessen und künstlerische Interventionen

Herbst – 3 Termine zur Abstimmung in der Gruppe
Thema: Auswertung und Reflexion der eigenen künstlerischen Intervention

Künstlerische Intervention am Spielplatz in Lieberose am 13.04.2022

Viele Bildungsangebote an Lernorten wie Naturparks, Umweltstiftungen und
Umweltbildungsorganisationen treffen auf ein interessiertes Publikum und leisten wichtige
Arbeiten bei der Vermittlung von Wissen. Die meist im Vorfeld festgelegten Bildungsinhalte
und Formate kommen dabei an zwei Stellen an ihre Grenzen: Zum einen basieren die
Bildungsinhalte auf extern zugeschriebenen Bildungsbedarfen bzw. Defiziten. Zum anderen
erreichen die Bildungsanbieter mit ihren Angeboten zumeist bereits sensibilisierte Personen
mit einem hohen Umweltbewusstsein. Adressaten die wenig sensibilisiert bzw. sogar
skeptisch bis ablehnend Nachhaltigkeitsthemen gegenüberstehen, werden seltener
aufgeschlossen.

Bildung für nachhaltige Entwicklung, die Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln
befähigt, sollte möglichst alle Menschen in die Lösungsfindung einbinden. Doch wie kann
eine Bildung für nachhaltige Entwicklung aussehen, die diesen Herausforderungen
Rechnung trägt? Wie können neue Adressatengruppen angesprochen und eingebunden
werden?
Voraussetzung für das Gelingen von Bildung ist die Eigenmotivation der Lernenden.
Ökologische Probleme vermitteln sich zumeist nicht direkt, sondern müssen zunächst als
solche wahrgenommen werden. Die eigene Rolle im Hinblick auf die Ausgangslage muss
reflektiert und angenommen werden. Auf dieser Grundlage können erst Lösungen gefunden
werden, die zur Lebenswelt passen und als umsetzbar angesehen werden. Dieser
Auseinandersetzungsprozess ist eine Voraussetzung für eine wirklich nachhaltige
Handlungsänderung.

Anmeldung und Rückfragen: 

Kira Sawicka 
Wertewandel – Soziale Innovation und demokratische Entwicklung e.V. 
Mobil: +49 (0)174 90 41 566 
Mail: