15. Oktober 2026 | Aktuelles
Gemeinsam weiterdenken.
Was vom FEST für Engagement und Beteiligung bleibt
Beim FEST für Engagement und Beteiligung kamen am Samstag Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven zusammen. Einige kannten sich bereits, andere begegneten sich an diesem Tag zum ersten Mal.
Gerade daraus entwickelten sich viele spannende Gespräche. Menschen stellten fest, dass sie ähnliche Themen beschäftigen, vor vergleichbaren Herausforderungen stehen oder Ideen haben, die sich miteinander verbinden lassen. Es wurde zugehört, diskutiert, voneinander gelernt und darüber gesprochen, wo künftig vielleicht auch gemeinsam weitergearbeitet werden kann.
Dabei wurde ebenso deutlich: Zum Engagement gehören momentan nicht nur Aufbruch und neue Ideen, sondern auch Sorgen um die Zukunft.
Was passiert, wenn Förderungen auslaufen oder weniger Mittel zur Verfügung stehen? Was bedeuten steigende Kosten für Vereine, Initiativen und Begegnungsorte? Welche Angebote können langfristig erhalten werden? Und was verlieren wir möglicherweise, wenn wichtige Strukturen wegbrechen?
Diese Fragen lassen sich nicht an einem Veranstaltungstag beantworten. Aber sie müssen ausgesprochen werden.
Gleichzeitig hat das FEST sehr deutlich gemacht, welchen Wert Vereine, ehrenamtliches Engagement und Orte der Gemeinschaft für unser Zusammenleben haben.
Sie schaffen Möglichkeiten, einander zu begegnen und sich einzubringen. Menschen finden hier Gemeinschaft, Unterstützung, Freundschaften und die Möglichkeit, selbst etwas zu gestalten. Sie erleben, dass sie gebraucht werden und dass ihr Engagement einen Unterschied macht.
Gerade in Zeiten großer Veränderungen brauchen wir diese Orte und Strukturen.
Transformation betrifft schließlich nicht nur Wirtschaft, Infrastruktur oder Arbeitsplätze. Sie betrifft auch die Frage, wie wir miteinander leben wollen. Gemeinschaft, Zugehörigkeit, gegenseitige Unterstützung und die Möglichkeit, das eigene Umfeld mitzugestalten, gehören für uns deshalb genauso zu einer guten Zukunft.
Umso wichtiger ist es, die entstandenen Gespräche jetzt nicht einfach abzuhaken.
Erste Gedanken und Ideen des Tages halten wir in einem gemeinsamen Protokoll fest, das ganz bewusst noch offen ist. Denn wir möchten auch die Perspektiven aufnehmen, die bisher fehlen: andere Eindrücke, Ergänzungen, vielleicht auch Widerspruch.
So ist das FEST für uns nicht nur ein Rückblick auf einen gelungenen Tag.
Es ist vielmehr ein Ausgangspunkt für die Frage: Was brauchen wir, damit Engagement und Gemeinschaft auch in Zukunft stark bleiben können?
Und vielleicht ist eine der wichtigsten Erkenntnisse dieses Tages ganz einfach:
Eine Region verändert sich nicht nur durch das, was gebaut, geplant und investiert wird. Sie verändert sich durch die Menschen, die in ihr leben, Verantwortung übernehmen und Gemeinschaft möglich machen.








Die Bürgerregion Lausitz wird gefördert durch Mittel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) sowie des Landes Brandenburg (Förderprogramm STARK – Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerkstandorten).
Danke an die tolle Zusammenarbeit: Esperanto Stacio und Spreewaldverein e.V.
