Was macht es mit Menschen, wenn Unsicherheit, Machteinfluss und Perspektivlosigkeit herrscht?

Unsere Kollegin Vivien Eichhorn erhielt vor kurzer Zeit die einmalige Chance, mit einer kleinen ausgewählten Delegation das rheinische Revier zu besuchen und die Menschen vor Ort kennenzulernen. Wie groß sind die Unterschiede zwischen dem rheinischen Revier und der Lausitz? Vor welchen Herausforderungen stehen beide Reviere und kann man sich gegenseitig unterstützen? Die Kollegin berichtete uns von ihrer Reise:


Wir besuchten das rheinische Revier und trafen auf Institutionen, Vereine, Akteure und Aktivisten.

Nach jahrelangem Widerstand und vielen Unsicherheiten wurde beschlossen, dass fünf Dörfer nicht abgebaggert werden. Diese Dörfer dürfen bestehen bleiben.

Die Bedingungen in den Dörfern sind unterschiedlich.

Viele Menschen wurden umgesiedelt, und von den ursprünglich etwa 900 Bewohnern leben nur noch etwa 100 vor Ort. Diese Menschen hielten dem Druck stand und verkauften ihre Häuser nicht an RWE. Diese Situation ist bei den verbleibenden Bewohnern stark spürbar. Rund 80% des Dorfes soll RWE gehören. RWE ist jedoch nicht für Stadtentwicklung bekannt, weshalb viele Häuser leerstehen. Weitere Folgen sind Vandalismus, Perspektivlosigkeit und Verunsicherung. Ebenfalls zu berücksichtigen ist die Situation der umgesiedelten Menschen, die jetzt sehen, dass ihre Dörfer erhalten bleiben. Sie besitzen ein Vorkaufsrecht und müssten sich entscheiden, ob sie zurückkehren. Nach einem Leerstand von 2-3 Jahren ist dies keine leichte Entscheidung.

Für das Dorf Morschenich gibt es bereits eine andere Entwicklung. Es soll wiederbelebt und der Gemeinde zur Verfügung gestellt werden. In diesem Jahr kauft die Gemeinde Morschenich von RWE zurück. Diese Häuser stehen seit 5-8 Jahren leer.

Aufgrund des langen Leerstands können nur teilweise Häuser wieder genutzt werden.

Akteure, Institutionen und Vereine berichteten über die Herausforderungen des Strukturwandels im rheinischen Revier. Wir sprachen über Bürgerbeteiligung, Kinder- und Jugendbeteiligung, die Geschichten der Menschen, die Rolle von Bildung und Arbeit, besonders für Frauen, und welche medizinischen Aspekte aufgrund des Klimawandels auf uns zukommen. Viele Fakten und Herausforderungen wurden uns geschildert.

Auf die Frage: „Wie kommt ihr jetzt ins Handeln und Umsetzen?“ folgte zunächst Stille. Sie hatten darauf keine sofortige Antwort.

Es wurde von sehr geringen oder gar keinen Möglichkeiten berichtet, mithilfe von Fördermitteln Themen wie Bürgerbeteiligung und Dorfentwicklung durchzuführen. Ein erster Ansatz ist die Demokratiewerkstatt Rheinisches Revier.

Franziska Stölzel und ich konnten über die Lausitz und unsere Wahrnehmung sprechen. Besonders der Rückbau von Wohnsiedlungen in Städten wie Weißwasser, Großräschen und Lauchhammer wurde von den Akteuren des rheinischen Reviers als sehr herausfordernd beschrieben. Dennoch konnten wir vermitteln, dass wir bereits viele Projekte zur Gegensteuerung durchgeführt haben, wie die Bürgerregion Lausitz, Quartiersmanagement, Rückkehrer-Aktionen und Zukunft Innenstadt.

Wir bleiben mit den Akteuren im rheinischen Revier in Kontakt und werden die Zusammenarbeit stärken.

Herzlichen Dank für die Erkenntnisse und Erlebnisse!

Ich nehme wieder viele Gedanken und Ideen mit in die Lausitz, besonders für unsere Quartiere in Lauchhammer und Großräschen sowie für unseren Netzwerknoten der Bürgerregion Lausitz.

Kollegin Vivien Eichhorn (links) beschreibt die Situation in der Lausitz.

Weitere Informationen:

Die kulturelle Dimension des Strukturwandels muss noch stärkere Beachtung finden | Nell-Breuning-Haus (nbh.de)Ideenreicher Einsatz für nachhaltige Entwicklung der fünf Erkelenzer Dörfer | Nell-Breuning-Haus (nbh.de)

DEINE STIMME ZÄHLT

Wir stehen für Demokratie, Toleranz und Gleichberechtigung. Diese Werte bilden das Fundament unserer Gesellschaft und sind unverzichtbar für eine gerechte und freie Zukunft. In diesem entscheidenden Jahr betonen wir die Bedeutung der aktiven Teilnahme an demokratischen Prozessen, insbesondere durch die Ausübung des Wahlrechts. Jede Stimme zählt und trägt dazu bei, unsere gemeinsamen Werte zu stärken und zu verteidigen.

Lasst uns gemeinsam für eine Gesellschaft eintreten, die von Respekt, Vielfalt und Solidarität geprägt ist.

Mit besten Grüßen,

das Team Wertewandel e.V.

Angebote und Beratung für Senioren in Lauchhammer

Das Projekt „Pflege vor Ort Lauchhammer“, welches bereits seit 2022 läuft, wird auch in diesem Jahr weiter fortgeführt. Angefangen hatte die tamen.GmbH in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung damals mit einer fundierten Bestands- und Bedarfsanalyse zur Pflegesituation in Lauchhammer. Im vergangenen Jahr wurde gemeinsam mit dem Wertewandel e.V. (Quartiersmanagement) und dem Verein KooperationsAnstiftung e.V. weiter an einer verbesserten Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Pflege gearbeitet. Außerdem gibt es seitdem eine feste Ansprechpartnerin: „Kümmerin“ Cornelia Sahl. Bei Fragen rund ums Thema Älterwerden berät Sie Betroffene und Angehörige. Außerdem finden jeden Dienstag und Donnerstag offene Treffs statt, wo die geistige und körperliche Fitness gefördert und gefordert werden.

„Ich kann aus eigener Überzeugung sagen, dass man sich nach den 2 Stunden wohler fühlt, das Gefühl hat, zusätzliche Lebenszeit geschenkt bekommen zu haben und das nächste Treffen herbeisehnt. Wir Teilnehmenden sind begeistert, mit welchem Ehrgeiz, Enthusiasmus und Freude Frau Sahl uns jede Woche begleitet und anleitet.“

S. Scheffler, der schon seit Beginn gemeinsam mit seiner Frau an den Treffen teilnimmt. 

Auch Fachvorträge, gemeinsame Ausflüge und das Mitwirken bei Veranstaltungen stehen auf dem Programm, – selbstverständlich zu jeder Zeit auf freiwilliger Basis.

„Es ist ein ganz tolles, achtsames und wertschätzendes Miteinander. Die Teilnehmer helfen sich inzwischen auch untereinander im Alltag, übernehmen Fahrten zu Ärzten oder bringen sich Einkäufe vorbei, wenn mal jemand krank ist. So entsteht Nachbarschaftshilfe und neue Bekanntschaften, die auch im Alter sehr wertvoll sind.“

Cornelia Sahl
  • Am Dienstag gibt es das Gedächtnis- und Bewegungstraining im Nachbarschaftscafé in der Neustadt II, Thomas-Mann-Str. 9a (ehem. GWG)
  • Am Donnerstag im Vereinshaus DomiZiel, Alte Gartenstr. 24 (ehem. Schule), jeweils von 14-16 Uhr

Darüber hinaus kann man Beratungstermine mit Cornelia Sahl telefonisch vereinbaren unter 0157/54164481. 

„Gern freuen wir uns über weitere Interessierte, die Abwechslung in ihren Alltag bringen, und/oder der Einsamkeit entfliehen wollen und dabei Gutes für Ihre Gesundheit tun.“

S. Scheffler

Kontakt

Wertewandel- soziale Innovation und demokratische Entwicklung e.V.
Lilli Teich & Vivien Eichhorn
Büro Mehrgenerationenhaus Vereinshaus „DomiZiel“
01979 Lauchhammer

Tel. + 49 (0)151 70176262

Kommen Sie vor Ort vorbei zu folgenden Sprechzeiten:

Mittwoch: 13:00 – 17:00 Uhr
Donnerstag: 09:00 – 13:00 Uhr


Wertewandel- soziale Innovation und demokratische Entwicklung e.V.
Straße der Jugend 33
03050 Cottbus

Tel. + 49 (0)355 72999858

WIR IN LAUCHHAMMER – Fortsetzung

Inneres Strahlen, Mut und Motivation in Lauchhammer

Liebe Lauchhammeranerinnen und Lauchhammeraner, liebe Interessierte,

wir laden herzlich zur Fortsetzung unserer Veranstaltungsreihe WIR IN LAUCHHAMMER – Inneres Strahlen, Mut und Motivation ein.

Im Januar 2024 hat sich eine Gruppe engagierter und interessierter Lauchhammeranerinnen und Lauchhammeraner verschiedenen Alters getroffen und sich weiter über ihre Stadt ausgetauscht. Diesmal richtete sich der Blick in die Zukunft. Die Teilnehmenden erzählten von aktuellen Projekten, Herausforderungen und positiven Aspekten, die sie mit der Stadt verbinden. Zum Schluss wurden einige Punkte herausgestellt, an denen die Gruppe gemeinsam weiterarbeiten möchte:

  • Unsere Region wertschätzen
  • Mehr Orte zum Zusammenkommen
  • Generationenübergreifend Gestalten
  • Verschmutzung und Leerstand

Die Teilnehmenden sind motiviert, die Themen gemeinsam anzugehen, kreativ zusammenzuarbeiten und gemeinsam Lauchhammer bewegen. Der Verein Wertewandel e.V. unterstützt die Treffen und sucht mit dem Projekt Bürgerregion Lausitz und dem Quartiersmanagement Lauchhammer regelmäßig den Austausch mit den Menschen aus der Stadt.


Wann: Dienstag, 27.02.2024 von 17:00 Uhr bis 19:30 Uhr

Weitere Termine sind: Montag, 18.3., Dienstag 23.4., Dienstag 28.5.

Wo: Vereinshaus DomiZiel, Raum 205, Alte Gartenstraße 24, 01979 Lauchhammer

Diese Veranstaltung ist eine Mischung aus Netzwerkabend und interaktivem Workshop, der darauf abzielt, die Gemeinschaft durch geteilte Erlebnisse zu stärken und gemeinsam kreativ zu werden. Wir freuen uns über weitere Teilnehmenden. Alle Menschen in Lauchhammer sind herzlich willkommen, jederzeit dazu zu kommen.

Bitte bestätigen Sie Ihre Teilnahme unter .

“WIR IN LAUCHHAMMER”

Inneres Strahlen, Mut und Motivation in Lauchhammer 2024

Als Nachfolgeveranstaltung an das Erzählcafé im Oktober 2023, wollen wir die aufgestiegene Energie und Motivation der Teilnehmenden nutzen und gemeinsam über die Zukunft von Lauchhammer nachdenken. Als Inspiration wollen wir die Karikaturen, die im Erzählcafé von Joachim Niggemeyer entstanden sind, präsentieren. Wir wollen mit diesem Treffen die Gelegenheit bieten, Geschichten zu teilen, neue Bekanntschaften zu schließen, Verbindungen zu knüpfen und kreativ zusammenzuwirken.

  • Wann: 23.01.2024 von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr
  • Wo: Thomas-Mann-Str. 9a (ehem. GWG), 01979 Lauchhammer

Agenda: Begrüßung und Vorstellung

Blick auf positive Erlebnisse

Posterausstellung zum Erzählcafé

Blick in eine mögliche Zukunft

Offenes Netzwerken bei Punsch und Leckereien

Abschluss und Ausblick


Bitte bestätigen Sie Ihre Teilnahme bis 20.01.2024 unter / 0151 70176262, damit wir entsprechend planen können.

Bei Fragen stehen wir gern zur Verfügung.

Team Wertewandel

Connect Lauchhammer

Das Quartiersmanagement Lauchhammer blickt auf eine erfolgreiche Teilnahme am diesjährigen Weihnachtsmarkt zurück. Unsere Aktion, eine Fotobox auf dem Markt, erwies sich als voller Erfolg und bot eine einzigartige Gelegenheit, mit den Bürger*innen in Kontakt zu treten.

Gemeinsame Erlebnisse vor der Kamera führten zu fröhlichen Momenten, die nicht nur die Gesichter zum Strahlen brachten, sondern auch den Austausch über die Herausforderungen und Probleme in unserer Stadt ermöglichten.

Die Bürger*innen zeigten großes Interesse an den aktuellen Anliegen und Entwicklungen im Quartier. Diese informellen Gespräche erwiesen sich als wertvoll, um ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse und Wünschen der Bewohner*innen zu gewinnen. So entstanden auch neue Ideen für die Weiterentwicklung unseres Quartiers in Lauchhammer.

Ein besonderer Höhepunkt war der Weihnachtsbaum, an dem zahlreiche Bürger ihre Wünsche für Lauchhammer anbringen konnten. Diese bunte Sammlung spiegelt die Vielfalt der Wünsche und Träume der Menschen in unserer Stadt wider und wird uns als wertvolle Inspiration für zukünftige Projekte dienen.

Lilli Teich Quartiersmanagerin Lauchhammer

Trotz der winterlichen Kälte kühlten die Stunden auf dem Weihnachtsmarkt vielleicht unsere Füße, jedoch erwärmten sie unsere Herzen und stärkten unsere Motivation. Der enge Kontakt mit den Bürgern und die positive Resonanz auf unsere Aktion haben gezeigt, wie wichtig solche Veranstaltungen sind, um die Gemeinschaft zu stärken und gemeinsam an einer lebendigen und lebenswerten Stadt zu arbeiten. Wir sind motiviert und freuen uns darauf, die gewonnenen Erkenntnisse in die zukünftige Arbeit des Quartiersmanagements einzubringen.

Mehr zum Quartiersmanagement in Lauchhammer.